Ship of Tolerance

Ship of tolerance

Exkursion zur Neptun–Schwimmhalle in Rostock

Am 8. März 2018 sind SchülerInnen des SPZ und der Grundschule Boddenwind in Putbus gemeinsam nach Rostock gefahren und haben im dortigen Marmorsaal der Neptun–Schwimmhalle einzelne Segelstücke bemalt. So haben sie einen wichtigen Teil zum weltumspannenden Kunstprojekt ‚Ship of Tolerance‘ des russisch-amerikanischen Künstlerehepaares Ilya und Emilia Kabakov beigetragen, das in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Rostock erstmals in Deutschland realisiert werden konnte.Das Künstlerehepaar initiiert bereits seit 2005 an vielen Orten der Welt, unter anderem in Rom, New York, Moskau und St. Moritz, den Bau von Holzschiffen, die mit bemalten Segeln ausgestattet sind. Diese werden von Kindern der jeweiligen Regionen gestaltet, indem einzelne Segelstücke mit Farben bemalt und im Anschluss zu einem großen Segel zusammengesetzt werden. Wesentlich für die raumgreifenden Installationen sind die entstehenden Verbindungen von Menschen verschiedener Kontinente, Kulturen und Identitäten durch deren aktive Einbeziehung in das Kunstprojekt.
Für dieses Projekt haben die Kinder im Rahmen des diVeRs - Tandems ihre eigenen Entwürfe entwickelt, die sie dann vor Ort auf die Segelstücke übertragen haben. Diese beschäftigen sich thematisch mit dem Respekt und der Toleranz gegenüber allen Menschen, dem Wunsch nach Frieden auf der Welt und der Akzeptanz von Unterschieden. Dies zeigt sich auch in der Auseinandersetzung mit inklusiven Themen innerhalb des Projektes Jugendkunstschule diVeRs, bei dem es um das Zusammentreffen und - wirken durch die gemeinsame künstlerische Arbeit der Kinder beider Schulen geht. Das fertige Schiff ist seit dem 19. Mai 2018 im Rostocker Stadthafen zu sehen sein und wurde im Rahmen des 13. MV-Tages eingeweiht. Insgesamt sind im Projektzeitraum 800 Segel bemalt wurden, die passend zur diesjährigen 800-Jahr-Feier der Stadt Rostock gezeigt werden. Etwa 120 von ihnen wurden für die Gestaltung des Schiffsegels verwendet. Schirmherrin des Kunstprojekts ist die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig.

Am 26.6.2018 reist die Gruppe erneut nach Rostock, um das fertige Segel zu begutachten.

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